Lebenshilfe – drei Arten von Wohnhilfe
Wohnen mit Sicherheit und Service in Lebenshilfehäusern
Wohnhilfe im Kreis Ahrweiler
Jeder Mensch wünscht sich ein Zuhause, in dem er sich wohlfühlt und sicher ist. Die Lebenshilfe Kreis Ahrweiler bietet Menschen mit Beeinträchtigung genau das: ein passendes Zuhause mit der Unterstützung, die sie brauchen.
Wir bieten drei verschiedene Wohnformen an. Jede ist auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. So kann jeder Bewohner und jede Bewohnerin so selbstständig leben, wie es für ihn oder sie gut ist – mit Sicherheit im Hintergrund und Unterstützung, wenn sie gebraucht wird.
Das Wohnstätten-Konzept der Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler
Die Lebenshilfe Kreis Ahrweiler baut ihr Wohnangebot für Menschen mit Beeinträchtigung weiter aus. Bis Ende 2028 entstehen in drei Gebäuden insgesamt 48 Wohnplätze für erwachsene Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Beeinträchtigung.
In unseren Wohnstätten bekommt jeder Bewohner und jede Bewohnerin genau so viel Unterstützung, wie er oder sie braucht – und so viel Freiraum, wie möglich ist. Unser Ziel: ein Leben, das dem Leben von Menschen ohne Beeinträchtigung so nah wie möglich kommt.
Dafür setzen wir auf:
- Selbstbestimmung – eigene Entscheidungen treffen
- Selbstverantwortung – den eigenen Alltag mitgestalten
- Inklusion – Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
So schaffen wir die Voraussetzungen für ein möglichst normales und selbstständiges Leben.
Die Lebenshilfehäuser
Lebenshilfehaus Hohenleimbach
Unser Lebenshilfehaus in Hohenleimbach öffnete Ende 2023 seine Türen. Aktuell bieten wir hier 18 Einzel-Dauerwohnplätze an. Ab 2028 kommen nach einem Anbau weitere Plätze dazu – dann stehen insgesamt 24 Wohnplätze zur Verfügung.
Hohenleimbach liegt im Brohltal (Rheinland-Pfalz) und begeistert mit seiner idyllischen Landschaft aus grünen Hügeln und Wäldern. Die herzliche Dorfgemeinschaft lebt von zahlreichen Vereinen und Veranstaltungen. Im nahe gelegenen Kempenich sind Schulen, Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. So lässt sich die Tagesstruktur unserer Bewohner auch durch Kooperationen mit anderen Einrichtungen vor Ort sichern.
Lebenshilfehaus Remagen-Rolandseck
Am Standort Remagen-Rolandseck bieten wir aktuell 20 Einzel-Dauerwohnplätze an. Ergänzend gibt es eine Außenwohngruppe in Remagen mit 2 Plätzen, die Bewohnerinnen und Bewohnern hilft, noch selbstständiger zu werden.
Remagen liegt direkt am Rhein zwischen Koblenz und Bonn und bietet seinen Bewohnern eine rundum gute Infrastruktur.
Lebenshilfehaus Sinzig Renngasse
Zum Jahresende 2026 startet der Bau unseres neuen Wohnhauses in der Renngasse in Sinzig. Geplant sind 24 Vollzeitplätze sowie ein Staffelgeschoss mit fünf Wohnungen für unsere ambulanten Leistungsangebote. So entsteht ein umfassendes Betreuungsangebot für Menschen mit Behinderung.
Das Lebenshilfehaus liegt ruhig und zentral im Sinziger Norden. Die Innenstadt mit Ärzten, Behörden und Einkaufsmöglichkeiten ist zu Fuß in rund 10 Minuten erreichbar. Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung liegt nur etwa 800 Meter entfernt.
Mit diesen drei Standorten entstehen langfristig insgesamt 48 stationäre Wohnplätze. Jeder Standort ist in Gruppen von maximal 8 Personen aufgeteilt. Das schafft überschaubare, familiäre Strukturen – sowohl für die Bewohner als auch für die betreuenden Mitarbeitenden.
Personelle Ausstattung
Für die Betreuung, Versorgung und Förderung unserer Bewohner beschäftigt jede Wohnstätte ein qualifiziertes, multiprofessionelles Team. Bei der Auswahl unserer Mitarbeitenden achten wir besonders auf fachliche und persönliche Kompetenz. Alle Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult und fortgebildet, damit unsere Bewohnerinnen und Bewohner stets gut betreut sind.
Räumliche Ausstattung
Jede Wohnstätte der Lebenshilfe verfügt über alle notwendigen Anlagen für pädagogische und pflegerische Aufgaben – dazu gehören auch eigene Fahrzeuge. Die Außenanlagen unserer Wohnformen ermöglichen freie Bewegung, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen. Sie sind barrierefrei, teilweise rollstuhlgerecht und so gestaltet, dass sie zur persönlichen Entwicklung unserer Bewohner beitragen.
Methodische Umsetzung: Fallmanagement
Unsere Fallmanager erfassen gemeinsam mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Kostenträgers den individuellen Unterstützungs- und Förderbedarf jedes Bewohners – immer unter Berücksichtigung seiner persönlichen Wünsche.
Grundlage der Förderung ist die individuelle Teilhabeplanung mit einem darauf abgestimmten Wochenplan. Die Ziele setzen wir vor allem in der Gruppe um, ergänzt durch persönliche Einzelförderung. Jeder Bewohner hat einen festen Bezugsbetreuer, der die Teilhabeplanung erstellt, regelmäßig überprüft und für alle persönlichen Anliegen ansprechbar ist.
Umgang und Atmosphäre
Respekt und Professionalität prägen den Umgang unserer Mitarbeitenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Interessen und Bedürfnisse jedes Einzelnen sowie die Förderung seiner Selbstbestimmung.
Wir legen großen Wert auf eine wertschätzende Kommunikation und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen, gesetzlichen Betreuern und kooperierenden Einrichtungen. Der demokratisch gewählte Bewohnerbeirat wird nicht nur gesetzlich vorgeschrieben beteiligt, sondern in alle ihn betreffenden Entscheidungen einbezogen. Unsere Arbeit folgt verbindlichen Qualitätsstandards, die wir fortlaufend weiterentwickeln und verbessern.
Für wen kommt das Wohnen in Lebenshilfehäusern in Frage?
Die Lebenshilfehäuser im Kreis sind auf erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung ausgerichtet, die nicht mehr schulpflichtig und dauerhaft in ihrer eigenverantwortlichen Lebensführung beeinträchtigt sind.
Das Angebot der stationären Wohngruppen ist in drei Bedarfs-Kategorien aufgeteilt:
- Für Menschen mit hochkomplexem Assistenzbedarf
- Für Menschen mit normalen bis hohen Assistenzbedarfen
- Für beeinträchtigte Menschen mit dem Ziel der Verselbstständigung
Diese Aufteilung ermöglicht es auf- oder absteigende Bedarfe ohne Wechsel des Wohnortes zu realisieren (Paternoster-Prinzip)
Dabei ist zu beachten, dass Personen, die eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen, einen ständigen medizinischen Pflegebedarf haben oder unter zusätzlichen psychischen Erkrankungen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch leiden, nicht in einem der Lebenshilfehäusern aufgenommen werden können.
Welche Ziele werden verfolgt?
Im Mittelpunkt des stationären Wohnens in unseren Lebenshilfehäusern stehen zwei Ziele: eine bessere Lebensqualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Förderung ihrer Selbstbestimmung. Das gemeinsame Zusammenleben stärkt zudem die soziale Integration und das Gemeinschaftsgefühl.
Unsere multiprofessionellen Fachkräfte kümmern sich individuell um jeden Bewohner und jede Bewohnerin – mit passgenauer Unterstützung und Betreuung.
Damit unser Angebot stetig besser wird, arbeiten wir eng mit Familien, Angehörigen und anderen wichtigen Bezugspersonen zusammen.
Wie kann man stationäres Wohnen in Lebenshilfehäusern in Anspruch nehmen?