Vorstandsarbeit

Mario KilianGelungene Integration von benachteiligten Menschen in die Vorstandsarbeit der Lebenshilfe

Bei uns schon lange gelebte Integration, – nun hat auch der Bundesvorstand der Lebenshilfe Deutschland beschlossen Betroffene als vollwertige Mitglieder in den Vorstand zu berufen.
Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e.V. hatte schon sehr früh beschlossen, Menschen mit geistiger Behinderung die Mitarbeit im Vorstand zu ermöglichen. So arbeitet Michael Hoffarth schon seit vielen Jahren mit im Vorstand und bringt sich als sogenannter Betroffener in allen Fragen aktiv ein.

Auf der Mitgliederversammlung am 21.22.11.2008 in Marburg wurden nun auch bei der Bundesvereinigung der Lebenshilfe drei Menschen mit geistiger Behinderung als vollwertige Mitglieder berufen. Besonders erfreulich ist, dass mit Mario Kilian, ein Mitglied der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V., nun in Marburg in den Vorstand der Lebenshilfe Bundesvereinigung berufen wurde.
Mario Kilian ist einer der ersten, der sich als Betroffener für die Belange von Menschen mit geistiger Behinderung eingesetzt hat. Zunächst als Mitglied im Heimbeirat des Lebenshilfehaus, dann als Redaktionsmitglied der Verbandszeitung „Treffpunkt Lebenshilfe“, aber auch als Mitglied und Vorsitzender des Landesbeirates für Menschen mit geistiger Behinderung des Landesverbandes in Mainz und im Regionalrat Wohnen hat er umfangreiche Erfahrungen als politischer Vertreter von Menschen mit Behinderung gesammelt.
Herr Kilian wohnt selbständig in einem Appartement in Sinzig am Kaiserplatz.

Für sein Engagement auf regionaler und auf Landesebene wurde Herrn Kilian beim Landesverbandstag am 8. November 2008 in Mainz die silberne Ehrennadel der Lebenshilfe als Auszeichnung durch den Landesvorsitzenden Emil Weichlein und den Landesgeschäftsführer Matthias Mandos verliehen.
Vom Landesvorstand wurde er dann auch für die Kandidatur des Bundesvorstandes am 21./22. November 2008 in Marburg vorgeschlagen. Mit einem hervorragenden Ergebnis von 81,3 % wurde er auf der Mitgliederversammlung in Marburg als neues vollwertiges Mitglied in den Bundesvorstand der Lebenshilfe gewählt.
Stellvertretend für die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler beglückwünschte der Geschäftsführer Stefan Möller noch vor Ort Herrn Kilian für diesen großen Erfolg. Unter dem Wahlspruch: „Redet nicht über uns, sondern redet mit uns.“ wird Herr Kilian sich nun auch auf Bundesebene engagiert für die Belange von Menschen mit geistiger Behinderung einsetzen und hat sich vorgenommen, aus Sicht des selbst Betroffenen neue Akzente setzen.

Herbert Buchner

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Lebenshilfeprojekt Adenau

Bisher gibt es im gesamten Kreis keine adäquaten Wohnangebote für schwerstmehrfach behinderte Menschen. Diese sind derzeit entweder in Pflegeeinrichtungen fehl untergebracht, oder sie sind gezwungen kreisfern in speziell ausgerichteten Wohnheimen versorgt zu werden.

Hier mehr Info zum Lebenshilfeprojekt Adenau

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Spende für Gartenwerkhaus

Volksbank RheinAhrEifel spendet für ein Gartenwerkhaus der Lebenshilfe am Kaiserplatz in Sinzig

Mit 2500,- € unterstützt die Volksbank RheinAhrEifel den Bau eines Gartenwerkhauses beim neuen Begegnungszentrum der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler am Kaiserplatz in Sinzig. „Nun sind wir dem Ziel, das Werkhaus noch in diesem Jahr finanzieren zu können, ein riesiges Stück näher“, freut sich Stefan Möller, Geschäftsführer der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler.
Das Werkhaus soll die Angebotspalette des neuen Begegnungs- und Beratungszentrum erweitern und neue Interessierte für Bastel- und Werkangebote gewinnen.

Spende für GartenwerkhausEs wird im Garten des Lebenshilfezentrums stehen, die Grundplatte ist schon gegossen und Doris Hein, die Leitung der Einrichtung, hat schon viele neue Ideen im Kopf. „Es soll getöpfert und gebastelt werden. Schön ist, dass man im Werkhaus kann dann auch mal was schmutzig werden oder stehen bleiben.“ „Als ich von dem neuen Angebot der Lebenshilfe hörte, war uns klar, dass wir helfen wollen“, so Manfred Linden, Volksbank Bereichsleiter der Region Rhein. „Eine so gute Idee muss unterstützt werden und wir freuen uns, dass wir mit der Geldspende einen guten Beitrag zum Gelingen leisten können.“
Rosemarie Pante, die stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler wünscht sich, dass mit dem Angebot neue Interessierte für das Begegnungszentrum gefunden werden können. Ganz im Sinne der Integration sollen zukünftig die Angebote auch Menschen ohne Behinderung offen stehen und so eine gelebte Begegnung schaffen. Der Start des Begegnungszentrums ist ganz gut verlaufen, so Doris Hein, die Leitung des Hauses. „Wir wünschen uns zukünftig allerdings noch mehr Besucher, aber ein neues Angebot braucht immer eine gewisse Vorlaufzeit, bis es von den Menschen angenommen wird.“ Das geplante Werkhaus kann durch attraktive Angebote auch hier einen Beitrag leisten.
An der Spendentafel im Eingangsbereich kann jeder sehen, wer sich für das neue Projekt der Lebenshilfe eingesetzt hat. Stefan Möller hofft, dass den bisherigen Unterstützern noch viele andere folgen und so den Menschen mit geistiger Behinderung im Kreis Ahrweiler auch weiterhin zielgerichtet geholfen werden kann.

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Beate Reich besucht Lebenshilfe

Beate Reich besucht die Frühförderung der Lebenshilfe

Am Dienstag, den 19.8.2008 besuchte Beate Reich, Staatssekretärin des Justizministeriums, das neue Beratungs- und Begegnungszentrum der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V. in Sinzig, um einen Einblick in die Arbeit der Frühförderung zu bekommen.
Neben der mobilen Hausfrühförderung bietet die Lebenshilfe am Kaiserplatz regelmäßig einen integrativen Spielkreis an, der Eltern von Kindern bis zu drei Jahren, oder denen, die noch nicht einen Platz in Kindergarten haben, offen steht. Im Gespräch mit Eltern und Mitarbeitern der Lebenshilfe erörterte Frau Reich die Probleme, mit denen Eltern, die ein Kind mit Behinderung, haben konfrontiert werden.
Die Eltern berichteten, dass erste Probleme schon direkt nach der Geburt beginnen würden. Nicht selten würde eine Behinderung oder Entwicklungsverzögerung durch die Ärzte im Krankenhaus oder auch die Kinderärzte nicht rechtzeitig erkannt und so geht wertvolle Zeit einer ersten Förderung verloren. Hinzu kommen dann lange Wartezeiten in den Sozial-psychiatrischen Zentren, die für die weitere Versorgung in Rheinland Pfalz zuständig sind, so Nicole Pantke, die als Mitarbeiterin der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler, mit der mobilen Hausfrühförderung Eltern zur Seite steht. „Leider kann ich aufgrund fehlender Verordnungen oft nicht direkt tätig werden, so kommen zu den Unsicherheiten, die Eltern mit der besonderen Situation eh schon haben, Fragen wie das Kind am besten unterstützt und begleitet werden kann hinzu oder wie Hilfen finanziert werden können hinzu,“ so Nicole Pantke. Aber auch die enorm langen Anfahrtswege nach Neuwied, wo das zuständige Sozial-psychiatrischen Zentrum ist, sind ein besonders Hemmnis. Die Eltern berichteten, dass Anfahrten bis zu vier Stunden für eine Strecke und einen Termin keine Seltenheit sind, wenn man im Kreis Ahrweiler auf den ÖPNV angewiesen ist.
Umso wichtiger ist die mobile Hausfrühförderung, so Dr. Ralf Riegel, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Ahrweiler. Die Eltern erhalten hier eine gute Beratung und Anleitung, wie sie ihr Kind am besten fördern und auf dem beginnenden Lebensweg begleiten können. Der Vater eines Kindes mit Down Syndrom wies aber auch darauf hin, dass natürlich weitergehende Angebote und Hilfen, wie die Integration in den Regelkindergarten vor Ort besonders wichtig sind. Alle Kinder sehen sich nach Freunden mit denen sie vor Ort spielen können und möchten nicht lange Zeiten im Bus verbringen um ein einen Kindergarten zu kommen der bereit ist die Kinder aufzunehmen.
Eine Mutter fügte hinzu, dass die Tochter einer Bekannten aus dem Bereich Adenau täglich in einen Kindergarten in Neuwied muss. Um die Frühförderung und damit eine wichtige Unterstützung der Eltern unmittelbar anbieten zu können wäre die Möglichkeit der vorläufigen Verordnung durch den Kinderarzt sehr gut, so Stefan Möller, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ahrweiler. Zudem müsste die Finanzierung der mobilen Hausfrühförderung endlich kostendeckend vergütet werden. So werden Fahrtkosten und Fahrtzeiten kaum berücksichtigt und auch die fixen Kosten für Autoanschaffung etc. müssen von der Lebenshilfe selbst getragen werden.
Die Eltern schlugen als wichtige Verbesserungsmöglichkeit in einem Flächenlandkreis Ahrweiler vor, weitere Anlaufstellen zu schaffen, damit Eltern und Kinder nicht immer viel zu weite Wege zu Versorgungsangeboten auf sich nehmen müssen. Alternativ könnte eine ambulante Versorgung mit niedergelassenen Therapeuten und Kinderärzten aufgebaut werden und Integration in Regelkindergärten und Schulen verbessert werden. Wichtiger Bestandteil muss allerdings auch weiterhin die zugehende Unterstützung durch eine mobile Hausfrühförderung sein.

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